Die Möglichkeiten, politisch zu kommunizieren, haben sich durch die neue Generation des Internets entscheidend verändert. Mit sehr kleinem Budget - in vielen Fällen (nahezu) kostenlos - kann jedermann/jedefrau 24 Stunden am Tag mit seinen Inhalten ein weltweites Publikum erreichen.
Laufend kommen neue Werkzeuge und technische Geräte - tools and gadgets - dazu.
Die Perspektive des Web 2.0 ist faszinierend:
BürgerInnen werden zu Medienproduzenten (citizen journalists)
twitter informiert mich über den heutigen event der british conservatives: george osborne, schatten-finanzminister der tories, nimmt fragen auf facebook und twitter entgegen: http://ow.ly/16gQr ... nicht ganz leicht zu verstehen, wie das funktionieren soll heute. ich hab jedenfalls einmal an der pinnwand die frage hinterlassen, wie george den londoner finanzplatz zähmen will, davon würden wir wohl auch in österreich profitieren.
beeindruckend insgesamt, wie intensiv david cameron und sein team das web 2.0 nutzen. unter verwendung von google-moderator erarbeiten sie interaktiv ihr wahlprogramm - www.conservatives.com/draftmanifesto/ - und haben dabei etwa zum thema wirtschaft aus ihrem web-publikum 704 fragen gestellt bekommen, die von 1326 personen mit 30.340 stimmen bewertet wurden.
auf der suche nach den antworten zum bereich "education" komm ich schließlich zum video, das in meinen blogeintrag eingebettet ist. webvideo host ist www.livestream.host - interessant im vergleich zu youtube die angabe der "viewerminutes", für den channel der conservatives bei livestream 2,7mio = 45.000 Stunden. not bad ...
ein wichtiger wahlkampf in europa wird mit web 2.0 tools ausgefochten. politische kommunikation ist in bewegung!
interessant ist auch die labour kampagne. davon später!
Seit 2004 schreibt Christoph Stark, Bürgermeister von Gleisdorf, nahezu täglich einen Blogeintrag. Karl Staudinger hat ihn besucht und mit ihm über die Bedeutung des Bloggens in seinem kommunalpolitischen Alltag gesprochen. Das Ziel, das Bgm Stark mit seinem Blog verfolgt und offensichtlich auch erreicht, ist Transparenz. Immer wieder begegnet er bei seinen Kontakten Menschen, die ihn auf Ereignisse ansprechen, über die sie aus seinem Blog erfahren.
Manfred Hofer vom Gleisdorfer In-Lokal ROSSINI erzählt aus der Sicht des Blog-Lesers, wie die Gewissheit, mit der er sich auf die tägliche Information verlassen kann, dazu führt, dass er auch täglich den Stark-Blog aufsucht und damit tagesaktuell über das kulturelle und politische Leben in Gleisdorf informiert ist, was ohne die Bloglektüre nicht bzw. nicht in diesem Ausmaß möglich wäre.
Das Bloggen ist allerdings auch eine Möglichkeit der Selbstreflexion - und damit, wie Stark meint "ein Stück Psychohygiene". Bloggen heißt offenbar auch, etwas für sich und die eigene Gesundheit zu tun. Das würde man wohl auch anderen Mitgliedern unserer politischen Eliten wünschen!
Web 2.0 ist auch für Weihnachtswünsche ein Thema. Barack Obama - besser: sein Staff - hat dazu seine eigene Kommunikations-Idee. Auf www.barackobama.com kann man eine Video-Botschaft personalisieren und den Link zum Video an die betreffenden FreundInnen vermailen. Eine Einladung, diese Möglichkeit zu nutzen, ist an den Email-Verteiler Obamas (mit angeblich 13 Mio Email-Adressen) gegangen.
Im Video wird der/die FreundIn persönlich angesprochen und auch in bewegten Bildern dessen/deren Vorname eingebunden. Höhepunkt ist eine Weihnachtskarte, die Obama unterzeichnet mit "Happy Holidays Karl!", "Happy Holidays Maria!" usw.
Eine spezielle Form, die Community zu pflegen und eine interessante Anregung, freilich auch der Versuch, den Obama-Kult zu pflegen, was nicht nur aus der Sicht der realen politischen Unzulänglichkeiten Obamas skeptisch macht.
Übersicht über Videos, die von den wahlwerbenden Parteien bzw. von KandidatInnen im Wahlkampf zur OÖ Landtagswahl (27.9.2009) auf Youtube gepostet wurden. Die Zahl am Anfang der Zeile gibt die Views wieder, die Youtube am 22.9. vormittags angezeigt hat. Die Liste ist unvollständig, die Erstellung einer vollständigen Liste wäre interessant, die erforderliche Zeit steht mir derzeit leider nicht zur Verfügung.
OnlineMeetings zur Vorinformation: 16.2. und 16.3.2010 jeweils 19.00 Uhr (AdobeConnect)
Der Grundkurs bietet einen Überblick über die wichtigsten Werkzeuge und Techniken des Web 2.0. Im Vordergrund steht dabei der realistische Einsatz für die Kommunikation der TeilnehmerInnen mit ihren Zielgruppen.
Die Kursplattform des Kurses basiert aus dem Open Source Content Management System DRUPAL (drupal.org) durchgeführt und bietet damit auch eine Übungs- bzw. Testerfahrung mit der "community-plumbing-software (Software, die Communities schmiedet)".
Unser Kursangebot richtet sich an alle, die sich öffentlich engagieren, insbesondere
BürgerInnen, MitarbeiterInnen von NGO´s und Vereinen,
BürgermeisterInnen, Mitglieder von Gemeindevertretungen, ErwachsenenbildnerInnen und MitarbeiterInnen von EB-Einrichtungen, InteressensvertreterInnen und MitarbeiterInnen von Kammern,
ParlamentarierInnen, MitarbeiterInnen politischer Parteien sowie Webverantwortliche öffentlicher und privater Einrichtungen.
Der Grundkurs dauert 9 Wochen und wird in 3 Präsenzterminen (Ort: Bifeb Strobl) und 7 Online Modulen durchgeführt. Die Online Module werden teils asynchron (Kursarbeit auf der Drupal-Plattform), teils in synchronen Treffen (Adobe Connect) durchgeführt.
Kursgebühr:
Grundkurs Politische Kommunikation 2.0: 1.000 Euro